Pressemeldung 2/2014 Sozialgericht Koblenz

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat den beiden bei dem Sozialgericht Koblenz tätigen ehrenamtlichen Richtern Gerhard Marth (Berod) und Hartmud Panthel (Unnau) die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Sie wurden für ihr stets zuverlässiges und verantwortungsvolles langjähriges ehrenamtliches Engagement im Dienste des Rechts geehrt. Der Präsident des Sozialgerichts Koblenz, Hans-Dieter Binz, überreichte im Rahmen einer Feierstunde die Verleihungsurkunde und die Ehrennadel.

 

Dabei hob er hervor, die beiden ehrenamtlichen Richter leisteten einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung sozialer Gerech¬tigkeit und zur Bewahrung des sozialen Friedens in unserer von widerstreitenden Interessen geprägten und manchmal sogar zerrissenen Gesellschaft. Ihr ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft sei vorbildlich und wertvoll. Es verdiene unseren Dank, unseren Respekt und unsere Anerkennung. Die Verleihung der Ehrennadel an Gerhard Marth und Hartmud Panthel sei ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung ihres inzwischen 16-jährigen ehrenamtlichen Engagements im Dienst der Rechtsuchenden unseres Landes. Das Ehrenamt habe gerade in der Sozialgerichtsbarkeit einen besonderen Stellenwert. Die ehrenamtlichen Richterinnen und Richter würden auf Grund ihrer Menschenkenntnis, Lebens- und Berufs¬erfahrung, sozialen Kompetenz sowie ihres Einfühlungsvermögens das Rechtsbewusstsein und die Wert¬vorstellungen der Bevölkerung in die Beratungen des Gerichts einbringen. Dabei stünden sie den Berufsrichterinnen und Berufsrichtern in jeder Hinsicht gleich; sie hätten das gleiche Stimmrecht und die gleiche Verantwortung. Bei ihrer Tätigkeit seien sie nur dem Gesetz und ihrem Gewissen unterworfen, also unabhängig und an keinerlei Weisungen gebunden. Durch die Mitwirkung der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter werde das Vertrauen der Gesellschaft in die Justiz gestärkt. Zudem werde das Vertrauen in unseren Rechtsstaat gefördert, denn die Mitwirkung ehrenamtlicher Richterinnen und Richter bedinge in gewisser Weise auch eine demokratische Kontrolle der Rechtsprechung „durch das Volk“. Die ehrenamtlichen Richterinnen und Richter repräsentierten die Bevölkerung bei der Rechtsprechung. Durch sie erlange der Umstand, dass Urteile "Im Namen des Volkes“ ergehen, eine besondere Bedeutung.